Reifen Allgäu Eigene Bilder, 360-Grad-Rundgang, Online-Termine und ein Telefon, das immer rangeht
Ein inhabergeführter Reifen- und Felgenfachbetrieb in Immenstadt. Wir haben jede einzelne Leistung fotografiert, die Werkstatt als begehbaren 360-Grad-Rundgang aufgenommen, eine Online-Terminbuchung gegen den echten Kalender gebaut und eine Telefonanlage eingerichtet, die abnimmt, wenn gerade niemand die Hände frei hat.

Das Projekt.
Ein Betrieb, der handwerklich hervorragend dasteht, im Netz aber praktisch nicht existierte. Vier Leistungen, ein Lager, ein Inhaber, saisonale Stoßzeiten im Frühjahr und Herbst und ein Telefon, das während der Arbeit am Rad regelmäßig ins Leere klingelt. Wir haben deshalb nicht nur eine Website gebaut, sondern die drei Stellen angefasst, an denen dem Betrieb tatsächlich Zeit und Aufträge verloren gingen: Sichtbarkeit, Terminvergabe und Erreichbarkeit.

Ein Bild für jeden Handgriff.
Wir sind mit Kamera, Drohne und 360-Grad-Kamera in den Betrieb gefahren und haben nicht ein paar Stimmungsbilder gemacht, sondern jede Leistung einzeln durchfotografiert: den Schlagschrauber am angehobenen Vorderrad, das Rad auf der Wuchtmaschine, den Laser an der Profiltiefe, die Räderwäsche, das Ventil, den Drehmomentschlüssel. Wer auf „Reifenwechsel & Auswuchten“ klickt, sieht genau diesen Arbeitsschritt, ausgeführt von dem Mann, bei dem er gleich einen Termin bucht. Siebzehn eigene Aufnahmen, kein einziges gekauftes Motiv.

Und ein Gesicht dazu.
Bei einem Ein-Mann-Fachbetrieb ist der Inhaber das Produkt. Deshalb gehörte ein richtiges Porträt dazu: Markus Bißwanger in seinem Reifenlager, in Arbeitskleidung, an seinem Arbeitsplatz. Es steht auf der Über-uns-Seite direkt neben dem Satz, für den er steht, und es ist der Grund, warum die Seite nach einer Person klingt und nicht nach einer Branchensoftware.

Der 360-Grad-Rundgang. Live.
Die Werkstatt haben wir mit der 360-Grad-Kamera an vier Punkten aufgenommen und daraus einen begehbaren Rundgang gebaut: Hof und Einfahrt, Werkstatt-Tor, Werkstatt mit Hebebühne, Reifenlager. Kein Video, sondern echte Navigation. Wer wissen will, wie es dort aussieht, bevor er sein Auto hinbringt, geht einfach durch. Der Rundgang läuft selbst gehostet auf der Domain des Betriebs, ohne Streetview-Konto und ohne Abo. Unten läuft er live, direkt aus dem Projekt heraus.
Termine, die es wirklich noch gibt.
Die Buchung auf der Startseite ist bewusst auf einen einzigen Fall zugeschnitten, den Reifenwechsel: Tag antippen, Uhrzeit wählen, Name, E-Mail, Telefon, fertig. Entscheidend ist, was dahinter passiert. Die freien Zeiten kommen nicht aus einer starren Liste, sondern werden bei jedem Klick gegen den echten Kalender des Betriebs geprüft. Was dort belegt ist, taucht gar nicht erst als wählbarer Slot auf. Dreizehn Zeitfenster pro Werktag, Vormittag und Nachmittag getrennt, Wochenenden und Feiertage fallen automatisch raus.

Und der volle Kalender für alle anderen.
Wer weiter vorausplant, bekommt unter /termin den ganzen Monat: Kalenderblatt links, freie Uhrzeiten rechts, Wochenenden ausgegraut, Vergangenes nicht anklickbar. Beide Wege schreiben in dieselbe Prüfung, es gibt also keinen zweiten Terminstand, der irgendwann auseinanderläuft. Bestätigt wird weiterhin persönlich per E-Mail, weil der Betrieb bewusst noch einmal draufschauen will, bevor ein Termin fest ist.

Reifengröße fotografieren statt abtippen.
Kaum jemand weiß auswendig, dass 205/55 R16 91V auf der Flanke steht, und wer es abtippt, vertippt sich. Die Reifenanfrage lässt deshalb die Wahl: Werte eintragen oder einfach ein Foto der Reifenflanke hochladen. Dazu Fahrzeug und ein Kontaktweg, mehr nicht. Der Betrieb prüft sein Lager und meldet sich mit einem konkreten Angebot zurück, statt dem Kunden vorher einen Konfigurator vorzusetzen, den er nicht bedienen kann.

Das Telefon geht immer ran.
Der teuerste Anruf ist der, den niemand annimmt. Wer im Frühjahr in der Warteschleife hängt, ruft nicht noch einmal an, sondern beim Nächsten. Deshalb haben wir dem Betrieb eine Telefonanlage mit Sprachassistent eingerichtet.
- Niemand nimmt ab, weil gerade ein Rad auf der Maschine sitzt: dann geht der Assistent ran, begrüßt den Anrufer im Namen des Betriebs und spricht ganz normal mit ihm, statt ihn auf einen Anrufbeantworter laufen zu lassen.
- Er nimmt auf, worum es geht, für welches Fahrzeug, und wie der Anrufer zu erreichen ist. Der Inhaber bekommt die Anfrage vorsortiert und ruft zurück, wenn die Hände frei sind.
- Standardfragen beantwortet der Assistent selbst, etwa Öffnungszeiten, Adresse und wie lange ein Radwechsel dauert. Dafür muss niemand mehr das Gespräch unterbrechen.
- Für alles, was ein Mensch entscheiden muss, gibt es keine Warteschleife und keine Tastenmenüs, sondern einen Rückruf mit allen Angaben, die es dafür braucht.
- Gerade in den Stoßzeiten im Frühjahr und Herbst ist das der Unterschied zwischen einem Anruf, der zum Termin wird, und einem, der beim Nächsten landet.
Sichtbarkeit & strukturierte Daten.
- AutoRepair-Schema statt generischem LocalBusiness: Anschrift, Geokoordinaten, Telefon, Einsatzgebiet Allgäu und getrennte Öffnungszeiten für Vormittag und Nachmittag, so wie der Betrieb tatsächlich arbeitet.
- FAQPage mit den Fragen, die am Telefon wirklich gestellt werden: Brauche ich einen Termin, wie lange dauert der Radwechsel, was passiert mit den alten Reifen. Dieselben Antworten sieht der Nutzer auf der Seite.
- Eigene Seite je Leistung mit eigenem Titel, eigener Beschreibung und eigenem Bild: Reifenwechsel & Auswuchten, Reifeneinlagerung & Räderwäsche, Reifencheck & Reparatur, Kompletträder & Beratung.
- Aussagekräftige Alt-Texte auf allen Aufnahmen, damit die eigenen Bilder auch in der Bildersuche gefunden werden statt nur als Dekoration mitzulaufen.
- Sitemap und robots.txt sauber verdrahtet, dazu eine Umlaut-Domain, die intern durchgängig in Punycode aufgelöst wird, damit keine doppelten URL-Varianten entstehen.
Technologie-Stack.
Ergebnis.
Der Betrieb ist jetzt online so auffindbar, wie er vor Ort schon lange ist. Jede Leistung hat ein eigenes Bild von der eigenen Arbeit, die Werkstatt kann man begehen, bevor man hinfährt, Termine kommen rund um die Uhr herein und kollidieren nicht mit dem, was ohnehin im Kalender steht, und das Telefon läuft nicht mehr ins Leere, während gerade ein Rad auf der Maschine sitzt. Der Aufwand, der dadurch wegfällt, ist genau der, den ein Ein-Mann-Betrieb am wenigsten übrig hat: der am Telefon und im Terminkalender.
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